ECHOES FROM INVISIBLE LANDSCAPES

„Echoes from invisible Landscapes“ ist ein Projekt, das von dem neu gegründeten Echo Kollektiv Netzwerk (Enterprise Z, Wieser Verlag, AAU Klagenfurt, Zveza Mink Tolmin und Mani doo) von 2016 bis 2018 mit Unterstützung des EACEA Creative Europe Programms durchgeführt wird. Das Projekt lädt die lokale Bevölkerung und internationale Künstler als “Agenten der kulturellen Reflexion” ein, den Status Quo der sozialen Strukturen auf der Grundlage unserer Beziehungen zu unserem Umfeld in einem zweijährigen Projekt in der Alpen- Adria-Region zwischen Österreich, Slowenien und Kroatien zu überdenken.
„Landscapes“ steht für materielles und immaterielles Erbe, für die Kultur als Grundlage für das Individuelle und die Gruppenidentität. „Echoes“ gehen von individuellen und kollektiven Geschichten von Menschen und ihrer natürlichen oder konstruierten Umgebung aus. Zum Hören, zu der Erfassung und dem Arbeiten mit diesen Echos werden Künstler und Forscher eingeladen. Sie entwickeln neue Projekte, die selbst Objekte oder Ideen der Resonanz werden und einem breiteren Publikum über lokale und nationale Grenzen hinweg ihre eigenen Echos senden. Ein Katalysator wird somit bereitgestellt, um weitere neue Untersuchungen mit Echos zu betreiben. ECHOES ist ein praktischer und künstlerischer Ansatz, Bewusstsein für Kultur in der Gesellschaft mit Blick auf den Alpen Adria-Raum zu erweitern, ein Netzwerk-Modell zu bieten, das auf andere Regionen ausgedehnt werden kann.


THE SOUND OF EUROPE

Der Beitrag des Klanghaus Untergreith zu „Echoes from invisible Landscapes“ ist das Projekt „The Sound of Europe“, das im Rahmen der Happenings 1 und 2 stattfinden wird. Sichtbar gemacht wird dabei die vielschichtige, breite europäische Landschaft der innovativen, experimentellen Künste. Auf mehreren Reisen quer durch Europa wurden Klänge und Geräusch gesammelt und zu einer „Sound Map“ von Europa zusammengestellt. Diese Aufnahmen, die in verschiedenen Städten, wie zB London, Amsterdam, Stockholm, Kopenhagen, Berlin, Bukarest, Warschau, St. Petersburg, Lissabon, Brüssel, gemacht wurden, spiegeln die kulturelle und gesellschaftliche Diversität Europas wieder. Wichtig war es auch, aktuelles, künstlerisches und kulturelles Schaffen zu entdecken, das von der Allgemeinheit weitgehend unentdeckt und daher „unsichtbar“ ist. „The Sound of Europe“ ist eine Klanginstallation, die an den drei Festivaltagen in der Klanggalerie des Klanghaus Untergreith präsentiert wird. Kunst- und Kulturschaffende, die auf diesen Reisen miteinander in Resonanz getreten sind, werden ihre Arbeiten präsentieren. Das Klanghaus selbst fungiert dabei als Resonanzkörper, der die von den „Agenten der kulturellen Reflexion“ generierten Echos verstärkt und über geographische regionale Grenzen hinweg wahrnehmbar macht.


Klangfest Sommer

New York meets Untergreith

15.Juli 2017, 19 Uhr

Das Klanghaus Untergreith präsentiert im Rahmen des Klangfest Sommer einen Schwerpunkt auf zeitgenössische Klangkunst aus New York und deren internationale Echos.

Bereits zum dritten Mal ist der international renommierte, amerikanische Komponist Phill Niblock zu Gast im Klanghaus Untergreith. Er wird neue Kompositionen vorstellen.

Die kanadische Videokünstlerin Katherine Liberovskaya, die seit vielen Jahren mit Phill Niblock zusammenarbeitet, wird diesmal im Duo mit der Hausherrin Mia Zabelka an Eviolin und electronic devices auftreten. Eine am Handgelenk befestigte Mini-Kamera erzeugt Visuals vom gestischen Spiel der Violinisten, die von der Videokünstlerin live bearbeitet und transformiert werden.

Die Turntablisten Maria Chavez aus New York, eine Schülerin der im Vorjahr verstorbenen, weltbekannten Komponistin Pauline Oliveros, hat ebenfalls bereits 2015 ihre Arbeit im Klanghaus präsentiert und wird diesmal im Duo mit Sandy Ewen aus Berlin spielen.

Roberto Paci Dalo, Klarinettist und Klangkünstler aus Italien, ist anerkannt für seine feinsinnigen Klangkunstprojekte und Radioarbeiten. Er wird eine dem Klanghaus gewidmete Soundarbeit entwickeln.

Der deutsche Komponist und Performer Peter Wiessenthaner, der mehrmals im Rahmen der von Phill Niblock initiierten, New Yorker Performance Reihe „Experimental Intermedia“ aufgetreten ist, wird mit elektronisch gesteuerter, mikrotonalen Bassquerflöte eine audiovisuelle Komposition vorstellen.

In Kooperation mit Kultur Kontakt Austria ist 2017 Enrique Mendoza aus Mexiko als Artist-in-Residence des Klanghaus Untergreith geladen. Er entwickelt speziell für das Klanghaus eine mehrkanalige Soundinstallation.


Klangfest Frühling

Nordklanglicht

13./ 14.Mai 2017, 17 Uhr

Das Klanghaus Untergreith präsentiert im Rahmen des Klangfest Frühling zum zweiten Mal einen Schwerpunkt auf norwegische zeitgenössische Klangkunst.

Norwegen hat sich in den letzten Jahren zu einem sehr aktiven Zentrum der aktuellen künstlerischen Entwicklungen etabliert. Unter dem Motto „Nordklanglicht“ werden international bekannte norwegische Musiker und Komponisten auf österreichische, britische und deutsche Künstler im Rahmen des Klangfest / Frühling am 13. und 14. Mai 2017 treffen.

Präsentiert werden live-elektroakustische Musik und Sound Art, die Improvisation und Experiment in den Mittelpunkt stellen.

Oker (Fredrik Rasten – Gitarre, Torstein Lavik Larsen – Trompete, Adrian Fiskum Myhr – Kontrabass, Jan Martin Gismervik – Schlagzeug) ist ein akustisches improvisierendes Quartett aus Oslo. Die Musik verbindet Klänge aus erweiterten Instrumental-Techniken mit offenen Klangfarben und dekonstruierten Grooves. Das Ensemble balanciert zwischen luftigen Gesten und dichten kollektiven Klangblöcken.

Benjamin Fingeer ist einer der international bekanntesten Elektronikmusiker Norwegens, der Tourneen durch Europa, Asien und Amerika regelmäßig absolviert. Er wird im Klanghaus Untergreith eine neue audiovisuelle Arbeit vorstellen.

Das deutsch-österreichische Trio Meinrad Kneer, Andreas Willers und Mia Zabelka besteht seit 2014 und wird eine akustische Improvisation auf Violine, Gitarre und Kontrabass präsentieren.

Die britisch-österreichische Klangkünstlerin und Bassistin Zahra Mani stellt eine Komposition vor, die sie als Artist in Residence 2016 im Klanghaus realisiert hat.


Klangfest PHONART

Sonic Traces of Refugees

22.April 2017, 17 Uhr

„Phonart“ ist ein Sound-Art-Radiokunst-Projekt, initiiert von Mia Zabelka und Zahra Mani, das sich seit 2010 musikalisch experimentell mit den im Verschwinden begriffenen marginalen Sprachen Europas befasst. Das aktuelle Projekt setzt sich künstlerisch mit der Flüchtlingsbewegung am Balkan auseinander: Die Aufzeichnungen der Flüchtlingswege auf der Balkanroute dienen dabei als grafische Partitur eines für dieses Projekt speziell formierten Ensembles von MusikerInnen und KlangkünstlerInnen aus Österreich, Frankreich, Deutschland und den Balkanländern. Auch Zäune, Grenzlinien, Chaos an den Grenzen, Flüchtlingslager etc. werden als grafische Elemente in die Vertonung einbezogen.

Aufgeführt wird dieses Radionetzwerkprojekt simultan in Maribor (Slo) und im Klanghaus Untergreith in Kooperation mit dem südsteirischen Internetradio Waltl und dem slowenischen Radio Voice of Underground . Die KünstlerInnen an beiden Orten interagieren im offenen Radiospace. Radiowellen kennen keine Grenzen und Grenzzäune. In Grenzlandregionen mischen sich Radiosender unterschiedlicher Herkunft und Sprachen.

Die Mitwirkenden im Klanghaus Untergreith sind:

Luise Volkmann, eine junge, aufstrebende Komponistin und Saxophonistin aus Deutschland, die auch die Partitur der PHONART Komposition geschrieben hat.

Jean-Marc Foussat, einer der bekanntesten Klangkünstler und Improvisationsmusiker Frankreichs, der mit vielen internationalen KünstlerInnen kooperiert und auf weltweit hochrenommierten Festivals gespielt hat.

Mia Zabelka, Violinistin, Vokalistin, Klangkünstlerin, Komponistin und Hausherrin des Klanghaus Untergreith.

Die Mitwirkenden im Studio von Voice of Underground sind:

Zahra Mani, eine in Österreich lebende Musikerin, die aus Pakistan und Großbritannien stammt. Ihre langjährige künstlerische und kuratorische Zusammenarbeit mit Mia Zabelka inkludiert u.a. zahlreiche grenzüberschreitende Radioprojekte.

Samo Kutin, einer der international renommiertesten KlangkünstlerInnen Sloweniens. Er wird zum ersten Mal gemeinsam mit Zahra Mani in Maribor auftreten.

Im Anschluss an die Uraufführung werden Gäste und KünstlerInnen von Flüchtlingen aus der Region kulinarisch verwöhnt und in die unterschiedlichen Kochtraditionen afrikanischer Länder eingeführt. Das soziale Miteinander, das gemeinsame Essen ist ein besonderes Highlight dieses Abends.

Zum Ausklang wird die steirische Klangkünstlerin Catherine Burggraf unter Teilnahme aller Anwesenden eine „sonic meditation“ durchführen.

Diese Veranstaltung ist gefördert im Rahmen des Calls für grenzüberschreitende Kunst- und Kulturprojekte 2016 “Spuren der Freundschaft” der Kulturabteilung des Landes Steiermark.


Klangfest Herbst

The Sound of Europe

28.10. – 30.10.2017, 17 Uhr

Das Klangfest Herbst findet vom 28. bis 30.Oktober 2016 unter dem Motto „The Sound of Europe“ statt. Es ist Teil des Projekts „ECHOES FROM INVISIBLE LANDSCAPES“, das von dem neu gegründeten Echo Kollektiv Netzwerk (Enterprise Z, Wieser Verlag, AAU Klagenfurt, Zveza Mink Tolmin und Mani doo) von 2016 bis 2018 mit Unterstützung des EACEA Creative Europe Programms durchgeführt wird. Das Projekt lädt die lokale Bevölkerung und internationale Künstler als “Agenten der kulturellen Reflexion” ein, den Status Quo der sozialen Strukturen auf der Grundlage unserer Beziehungen zu unserem Umfeld in einem zweijährigen Projekt in der Alpen- Adria-Region zwischen Österreich, Slowenien und Kroatien zu überdenken.

„Landscapes“ steht für materielles und immaterielles Erbe, für die Kultur als Grundlage für das Individuelle und die Gruppenidentität. „Echoes“ gehen von individuellen und kollektiven Geschichten von Menschen und ihrer natürlichen oder konstruierten Umgebung aus. Zum Hören, zu der Erfassung und dem Arbeiten mit diesen Echos werden Künstler und Forscher eingeladen. Sie entwickeln neue Projekte, die selbst Objekte oder Ideen der Resonanz werden und einem breiteren Publikum über lokale und nationale Grenzen hinweg ihre eigenen Echos senden. Ein Katalysator wird somit bereitgestellt, um weitere neue Untersuchungen mit Echos zu betreiben. ECHOES ist ein praktischer und künstlerischer Ansatz, Bewusstsein für Kultur in der Gesellschaft mit Blick auf den Alpen Adria-Raum zu erweitern, ein Netzwerk-Modell zu bieten, das auf andere Regionen ausgedehnt werden kann.

Der erste Beitrag des Klanghaus Untergreith zu dieser Initiative ist das Projekt „The Sound of Europe“. Auf mehreren Reisen quer durch Europa wurden Klänge und Geräusch gesammelt und zu einer „Sound Map“ von Europa zusammengestellt. Diese Aufnahmen, die in verschiedenen Städten, wie zB London, Amsterdam, Stockholm, Kopenhagen, Berlin, Bukarest, Warschau, St. Petersburg, Lissabon, Brüssel, gemacht wurden, spiegeln die kulturelle und gesellschaftliche Diversität Europas wieder. Wichtig war es auch, aktuelles, künstlerisches und kulturelles Schaffen zu entdecken, das von der Allgemeinheit weitgehend unentdeckt und daher „unsichtbar“ ist. „The Sound of Europe“ ist eine Klanginstallation, die an den drei Festivaltagen in der Klanggalerie des Klanghaus Untergreith präsentiert wird. Kunst- und Kulturschaffende, die auf diesen Reisen miteinander in Resonanz getreten sind, werden ihre Arbeiten präsentieren. Das Klanghaus selbst fungiert dabei als Resonanzkörper, der die von den „Agenten der kulturellen Reflexion“ generierten Echos verstärkt und über geographische regionale Grenzen hinweg wahrnehmbar macht.

Der Wieser Verlag Klagenfurt präsentiert das Projekt „Europa erhören“, Zveza Mink und die Universität Klagenfurt ihre jeweiligen Beiträge zu „Echoes from invisible Landscapes“.

Beteiligte Künstler, Wissenschaftler und Kuratoren:

Sofia Härdig (SWE), Zahra Mani (HR/AT/UK), Sanja Popov (SLO), Janez Leban (SLO), Klaus Schönberger (AT), Carlo Mascolo (IT), Forest Floor (AT, NOR, SWE, IRL), Mia Zabelka (AT), Paul G. Smyth (IRL), Stale Liavik Solberg (NOR), Emil Strandberg (SWE), Benjamin Finger (NOR), Asferico (ESP), Wieser Verlag (AT)


Klangfest Sommer

Grüntöne

6. August 2016, 17 Uhr

Schweifender Blick, rundum nur Grün in allen erdenklichen Nuancen

die Wiese allein so viele Töne, die Grünfarben der mehr als hundertjährigen Überlebenden changierend je nach Tageslicht, Laune und Art.

Ganz anders die Sprossen und Triebe der Jünglinge, saftig und neugierig, dunkel und samtig das Moos.

Die hellen, grellen Blätter der Birken treffen auf tiefgrüne Buchenblätter, schwarzgrüne Nadelbäume mit leuchtenden Trieben durchgrünen die Vielfalt.

Der Blick ins Grün, in die autochtone Vegetation beim Klanghaus, ins südsteirische Umland, ist eine einzige von der Natur zur Verfügung gestellte grafische Partitur, eine Sammlung an Tönen, bereitgestellt für die geladenen Künstler.

Mitwirkende: Lissie Rettenwander (AT)- Zither, Stimme, Elektronik; Markus Krispel (AT)- Saxophon; Carlos Zingaro (PT)- Violine; Jean-Marc Foussat (FR)- Synthesizer; Kai Niggemann (D)-Synthesizer; Mia Zabelka (AT)-Violine, Stimme, Elektronik; Benjamin Skepper (AUS)-Violoncello, Elektronik, red shift orchestra (AT/D), One.Night.Band


Klangfest Frühling

Kruzni Tok

13. – 15.Mai 2016, 17 Uhr

Mani doo ist erstmals Gastgeber des Klanghaus Untergreith mit der internationalen Ausgabe des “Klangfest Frühling” in Hrelji 45 / Stancijamani im kroatischen Istrien.

‚Kružni tok ” heißt auf Kroatisch Kreisverkehr und steht als Metapher für einen zentralen Treffpunkt, der in alle Richtungen offen ist, eine Rotation, die Strömungen von Ideen, Ästhetik und Sichtweisen ermöglicht und verschiedene Kulturen und Genres zusammenbringt – Es entsteht ein Kreis, der durch künstlerische Konzepte und das Zusammenwirken von Menschen getragen wird.

Die Künstler und Besucher, die über das Pfingstwochenende in Hrelji aus verschiedenen geographischen Richtungen zusammenkommen, werden unterschiedliche Erfahrungen des „Transports“ von zeitgenössischer Kunst und Kultur, von Wahrnehmung und Dialog machen.

Klanghaus Untergreith und Mani doo fungieren gemeinsam als Drehscheibe, ein kulturelles Zentrum, das über unterschiedliche Grenzen hinweg eine Auswahl von international anerkannten Künstlern, regelmäßige Besucher und ein neues Publikum in einer kulturellen Veranstaltung zusammenbringt, die durch eine grundlegende Offenheit geprägt ist.

Geladen sind Phill Niblock, Komponist und Pionier der experimentellen Musik aus New York, Katherine Liberovskaya, Videokünstlerin aus Montreal, Dragica Rajcic, Schriftstellerin aus Split, Sofia Härdig, Experimentalrockmusikerin aus Malmö, Ivo Pukelman, Gitarrist aus Tel Aviv, Saffronkeira, Shootingstar der Experimental Pop Sound Art Szene aus Sardinien, Thomas Köner, Klangkünstler aus Belgrad, Gavinu Canu, Videokünstler aus Mailand, Zahra Mani, Klangkünstlerin und Komponistin aus London und der Steiermark, Mia Zabelka, Violinistin, Vokalistin und Klangkünstlerin aus Wien und der Steiermark.


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